Geschichte

2016

Im Rahmen der Druck&Medien Awards wird Erik Kurtz zum „Druckereimanager des Jahres“ gekürt und Kösel als „Druckweiterverarbeiter des Jahres“ ausgezeichnet. Außerdem erhält Kösel zum dritten Mal in Folge den DiD-Award für innovative Druckweiterverarbeitung.
Die „Nike“, Trophäe des Bayerischen Printmedienpreises macht die Erfolgsserie dieses Jahres komplett.

2015

In einer Entwicklungspartnerschaft mit der Koenig & Bauer AG in Würzburg wird eine Digitaldruckanlage konzipiert. Mit der Kösel JuraJET werden neue Maßstäbe im Segment des Dünndrucks gesetzt.
Bei den Druck&Medien Awards wird Kösel zum fünften Mal als „Bücherdrucker des Jahres“ ausgezeichnet und erhält außerdem den DiD-Award für innovative Druckweiterverarbeitung.

2014

Bei den Druck & Medien Awards ist Kösel gleich in zwei Kategorien erfolgreich und wird sowohl „Bücherdrucker des Jahres“ als auch „Ausbildungsbetrieb des Jahres“. Daneben erhält Kösel den iF Communication Design Award sowie den DiD-Award für innovative Druckweiterverarbeitung und wird bei den Print Stars ausgezeichnet.

2013

Ivo Odak wird Geschäftsführer Vertrieb. Sein Schwerpunkt ist die Stärkung der Marktposition von Kösel als Service- und Innovationsführer.
Kösel wird gewinnt den Paperazzo Haptik Award und den Reddot Design Award.
Außerdem wird Kösel im Rahmen der Print Stars prämiert.

2012

Mit dem neu entwickelten Kösel-Farbschnitt ist es erstmals möglich, vierfarbige Motive auf die Schnittkanten von Büchern aufzudrucken.

Ivo Odak tritt die Nachfolge von Michael Köhnlein als Vertriebsverantwortlicher und Geschäftsleitungs­mitglied an.

Kösel gewinnt zum dritten Mal in Folge den Druck- und Medienaward in der Kategorie Bücherdrucker des Jahres.

2011

Im Jahr 2011 wird Kösel zum zweiten Mal in Folge mit dem Druck&Medien Award als Buchdrucker des Jahres ausgezeichnet.

Vor allem Innovationen wie der Kösel Farbschnitt und das HeynePocket-Format begeistern die Jury. Aber auch mit Spitzen-Qualität beim Bedrucken von Leinen kann Kösel punkten.

2010

Kösel wird mit mehreren Auszeichnungen geehrt:
Druck&Medien Awards: Werkdrucker des Jahres 2010

Innovationspreis der deutschen Druckindustrie:
DID-Award 2010 für innovative Druckverarbeitung
1. Preis in der Kategorie „Corporate Publishing“

2009

Im Jahre 2009 werden bei Kösel zwei neue Druckmaschinen in Betrieb genommen. Beide Maschinen vom Typ Heidelberger Speedmaster XL-105 verfügen über das Inline-Messsystem Inpress Control. Jeder gedruckte Bogen wird im Lauf spektralphotometrisch gemessen und – falls notwendig – kann im gleichen Augenblick automatisch die Farbsteuerung korrigiert werden.

2008

Am 29. 10. 2008 verstirbt der bisherige Hauptgesellschafter Heinz A. Kurtz. Er prägte seit 1979 die Geschichte von Kösel wie kein anderer. Die Verantwortung für seine Mitarbeiter, der wirtschaftliche Erfolg und die Kultur seines Unternehmens waren für ihn Lebensinhalt. Mit Stolz kann man sagen, dass ihm etwas ganz Besonderes gelungen ist.

Erik Kurtz, Christa Gräf und Michael Köhnlein führen das Unternehmen als geschäftsführende Gesellschafter fort.

2006

Fritz Bühler geht nach 54 Berufsjahren in den Ruhestand und verkauft seine Gesellschaftsanteile.
Michael Köhnlein übernimmt die Gesamtleitung des Vertriebs und wird Mitgesellschafter.
Im August wird ein zusätzlicher Klebebinder in Betrieb genommen. Damit ist die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt.

Kösel wird mit dem DiD‑Award für innovative Druckverarbeitung ausgezeichnet.

2005

Kösel setzt einen aus der Unternehmensphilosophie geborenen Gedanken in die Praxis um und entwickelt parallel zu dem in 1985 eingeführten Mitarbeiter-Beteiligungsmodell ein neues, sehr innovatives Genussrechtsmodell. Danach wird die gesamte Belegschaft mittels unentgeltlicher Ausgabe von Genussrechten am Unternehmen beteiligt. Über ihre Genussrechtsanteile sind die Mitarbeiter dann jährlich auch am Ergebnis mitbeteiligt.

2004

Im März ist das Verwaltungsgebäude bezugsfertig. Die Druckvorstufe wird eingerichtet und der Umzug von Kempten nach Krugzell findet dann im April statt. Damit ist die gesamte Produktion, einschließlich Verkauf, AV und Verwaltung in ganz idealer Weise an einem Standort zusammengefasst. Mit dem optimalen Produktionsumfeld und einem neuwertigen und modernen Maschinenpark ist Kösel für die Zukunft gerüstet.

2003

Die Immobilie Kempten wird verkauft. Im Frühjahr ist Baubeginn für die Erweiterung des Produktionsgebäudes und die Errichtung eines Verwaltungsbaus.

2002

Man entscheidet sich für die endgültige Auflösung des Standortes Kempten.
Erik Kurtz übernimmt die Technische Leitung von Druckerei und Binderei und wird Mitgesellschafter.

2001

In Krugzell wird eine völlig neu entwickelte Rotationsmaschine der Firma Clauberg für den Druck von ein- und zweifarbigen Büchern in Betrieb genommen. Bei voller Laufgeschwindigkeit von 24000 Druck/h wird von einem auf das andere Druckwerk gewechselt, ohne dass die Maschine zum Plattenwechsel angehalten werden muss. Erstmals können auf einer Rotationsmaschine auch Bücher in kleineren Auflagen so rationell hergestellt werden, wie es bisher nur im Bogenbereich oder Digitaldruck möglich war.

2000

Die Firma Kösel GmbH & Co. fusioniert zum Jahreswechsel 1999/2000 mit der Firma KöselBuch GmbH & Co. KG in Altusried-Krugzell. Dort sind die Bereiche Druckerei, Binderei und Lager angesiedelt. Produktionsstart in Krugzell ist der 31. Juli 2000.
Druckvorstufe, Verwaltung und Vertrieb werden von der neu gegründeten Firma Kösel GmbH & Co. KG in Kempten übernommen.

1999

Am 8. Oktober 1999 ist die Grundsteinlegung für das neue Gebäude.
Es wird ein Konzept für die Produktion von Klein- und Kleinstauflagen entwickelt. Danach sollen insbesondere Nachdrucke in geringer Auflage zu wirtschaftlich vertretbaren Stückkosten hergestellt werden können.

1998

Zum Jahresende erfolgt der Einstieg in die direkte Plattenbelichtung (CtP). Erstmals entwickelt und baut Kösel eine eigene Maschine. Damit können Broschuren mit eingeschlagenen Klappen und überstehenden Kanten in nur einem Arbeitsgang auf dem Klebebinder hergestellt werden.
Außerhalb Kemptens wird ein 6 Hektar großes Grundstück in der Gemeinde Altusried-Krugzell erworben. Man beginnt mit der Planung für ein neues Produktionsgebäude.

1997

Gottfried Kölbl scheidet als Geschäftsführer und Gesellschafter aus und verkauft seine Anteile an Heinz A. Kurtz. Frau Christa Gräf, kaufmännische Leiterin, und Herr Fritz Bühler, Verkaufsleiter, erwerben eigene Anteile und werden Mitgesellschafter. Der Druckmaschinenpark wird im IIIb-Bereich durch neue Maschinen von KBA-Planeta erneuert und erweitert.

1996

Die Bereiche für Texterfassung, Bildherstellung und Text-Bildbearbeitung werden komplett umstrukturiert. In modernisierten und umgebauten Räumlichkeiten wird Computer-to-Film (CtF) praktiziert. Mit der Ausschießstation „Signastation“ von Linotype und drei Filmbelichtern ist man in der Lage, selbst erstellte und gelieferte Daten ausgeschossen auf Film zu belichten.

1994

Die Produktpalette wird kontuinierlich weiterentwickelt. In zunehmendem Maße werden Bindetechniken entwickelt, um Non-Print-Medien in Büchern mitzuverarbeiten.

1993

In den Räumen der Kemptener Residenz finden die Feierlichkeiten zur 400-Jahr-Feier statt.

1992

Der Anteil an Computer-Handbüchern hat erheblich zugenommen. Kösel setzt bei der Broschurenfertigung zunehmend die „FR-Bindung„ ein. Für diese Bindetechnik entwickelt Kösel ein eigenes, zum Patent angemeldetes Verfahren.

1991

Einstieg in den Rollenoffset. Bei Kösel wird die erste auf dem europäischen Festland installierte formatvariable Rollenoffset-Druckmaschine vom Typ „Variquik“ in Betrieb genommen.

1989

Die Beschäftigtenzahl ist auf 240 MitarbeiterInnen angewachsen. Es wird mehr und mehr eine zweite Fertigungslinie für die Herstellung von Computer-Handbüchern aufgebaut, die wegen des hohen Aktualisierungsgrades innerhalb kürzester Zeit hergestellt und geliefert werden müssen.

1986

Einstieg in den DTP-Bereich und Ausbau der Text-Bildverarbeitung.

1985

Ein Modell der Mitarbeiterbeteiligung wird ins Leben gerufen. Die überwiegende Zahl aller Mitarbeiter beteiligt sich ab dem Folgejahr als Stille Gesellschafter am Unternehmen.

1984

Die Buchbinderei wird modernisiert und erhält unter anderem eine komplette Buchfertigungslinie von VBF, auf der fadengeheftete Bücher erstmals in einem Arbeitsgang vom Ableimen bis zum Falzeinbrennen gefertigt werden können.

1983

Gottfried Kölbl und Heinz A. Kurtz führen die Firma unter Beibehaltung des bisherigen Firmennamens als geschäftsführende Gesellschafter weiter, nachdem Paul Huber in den Ruhestand getreten ist. Die Belegschaft zählt ca. 150 MitarbeiterInnen. Der Fotosatz wird weiter ausgebaut und eine eigene moderne Hochleistungssatzsanlage von Linotype installiert.

1981

Die hauseigene Reproduktionsabteilung wird verselbstständigt und geht über in die neugegründete Firma Reprotechnik Kempten GmbH. Die elektronische Bildverarbeitung beginnt.

1980

Die endgültige Umstellung vom Buchdruck auf das Offset-Druckverfahren wird vollzogen. Spezialisierung im großformatigen Offsetdruck.

1979

Heinz A. Kurtz tritt als technischer Leiter und Prokurist in die Firma ein. Rationalisierung der Broschurenfertigung durch Aufstellung einer ersten Klebebindestraße „Monobloc“ von Müller-Martini.

1974

Gottfried Kölbl beginnt als kaufmännischer Leiter und wird ein Jahr später zum Mitgeschäftsführer berufen.

1972

Aufnahme der Produktion von Mengenfotosatz.

1971

Bezug des Druckerei-Neubaues in der Kemptener Herbststraße mit 3500 m2 Nutzfläche.

1963

Beginn der Umstellung auf Offsetdruck.

1952

Paul Huber, erst 1949 aus der Gefangenschaft zurückgekehrt, übernimmt die Leitung der Graphischen Werkstätten in Kempten. Der technische Betrieb wird in den folgenden Jahren zu einer der großen selbstständigen Verlags-Druckereien in Süddeutschland ausgebaut.

1945

Heinrich Wild übernimmt die Leitung des Verlags. Die Druckerei nimmt mit dem unversehrten Maschinenpark die Arbeit wieder auf.

1933 bis 1945

Die Firma wird von einem Direktorium geleitet. Das Naziregime zwingt den Kösel-Verlag, die „Allgäuer Zeitung“ zu verkaufen. Im Januar 1945 wird das Münchener Verlagshaus am Kaiser-Ludwig-Platz zerstört.

1920

Zusammenschluss der Verlage Kösel, Kempten und Pustet, Regensburg, die sich nach dem Tode von Hermann Huber 1927 wieder trennen.

1901

Paul Huber (1875–1911) übernimmt die Leitung der Firma; er gründete die Münchner Niederlassung des Verlages. Eine erste Zeitungsrotation wird aufgestellt. Nach seinem Tod (1911) übernimmt sein Bruder Hermann Huber (1883–1927) die Leitung der Gesamtfirma.

1880

Die Photochemigraphie wird eröffnet.

1872

Ludwig Huber (1848–1900) übernimmt die Leitung der Firma. Erweiterung des Betriebes und des Verlagsprogramms (u.a. erscheinen ab 1886 die Bücher von Sebastian Kneipp).

1869

Eine dampfgetriebene Druckpresse wird in Betrieb genommen.

1857

Die erste noch von Hand betriebene Schnellpresse wird aufgestellt.

1838

Johann Huber kauft Buchhandlung, Verlag und Druckerei von der Witwe Johann Bails für 36000 Gulden.

1828

Nach dem Tod von Joseph Kösel (1825) und dem Verkauf der Druckerei an Nikolaus Bail wird Johann Huber (1806–1864, Buchdrucker und Lithograph) mit der Leitung der Druckerei beauftragt.

1815

Eine Steindruckerei wird eingerichtet.

1810

Die Druckerei wird aus dem Stift in das von Kösel erworbene Sagersche Anwesen verlegt, das heute noch genutzt wird.

1805

Joseph Kösel erwirbt bei einer Versteigerung Druckerei, Verlag und Buchhandlung für 10000 Gulden. Die Druckerei verfügt über neun Druckpressen.

1794

Faktor Joseph Kösel (1759–1825), zuvor Stadtbuchdrucker, wird Leiter der Druckerei.

1740

Der Druckerei wird eine eigene Schriftgießerei angegliedert.

1660

Neueinrichtung der Druckerei durch Fürstabt Roman Giel von Gielsberg. Die Druckerei beschäftigt sich vor allem mit der Herausgabe theologischer Schriften.

1632

Brand im Stift Kempten, dem auch die Druckerei zum Opfer fiel.

1593

Gründung der „Typographia Ducalis Campidonensis“ durch den Fürstabt Johann Erhard Blarer von Wartensee.